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Extras
auf veni-vici-abii.de

Hier möchten wir Euch gerne ab und zu ein paar Sachen bieten, die für jeden Abi '98er absolutes Muss sind!

  • Musik
  • Abilogo
  • Abirede

 

 
Musik
für jeden Abi '98er

Wer die Musik vermisst, die regelmäßig im PK zu hören war und ist, kann hier nochmals in Sentimentalitäten schwelgen!


Auch unser Abilied, komponiert und interpretiert von "Phive", findet Ihr hier:

 

Unser Abilogo und Jahrgangsfoto
als Windows Desktop-Wallpaper

  • Logo (1024*768 Pixel, .jpg-Format, 168KB)
  • Jahrgangsfoto (1024*768 Pixel, .jpg-Format, 362KB)

 

Abirede
von Johannes Baubin

Liebe Eltern, liebe Kollegsgemeinschaft.

Aufgrund der besonderen Situation und den momentanen Veränderungen hier am Kolleg fiel es uns schwer, angemessene Worte zu finden. Doch gerade jetzt sehen wir als Teil der Kollegsgemeinschaft unsere Chance, Worte des Lobes, der Anerkennung, aber auch der Kritik in dieser Zeit der Veränderung anzubringen, die hoffentlich nach kurzer Zeit nicht wieder stagnieren. Durch die ständige Auseinandersetzung mit unseren Zukunftsvorstellungen während des letzten Jahres hat sich unser Blickwinkel in Bezug auf das Kolleg verändert.

So wurde uns bewusst, wie viel uns dieses Haus bedeutet. Gerade durch diese Bedeutung, die das Kolleg für uns gewonnen hat, finden wir konstruktive Kritik berechtigt und wir hoffen, dass die zuständigen Personen dies als Chance sehen, unsere Anregungen in den momentanen Wandel einfließen zu lassen. Und obwohl diese Kritik schon des öfteren genau an dieser Stelle vergeblich zum Ausdruck gebracht wurde, sind wir, wie auch einige Vorgänger, der Ansicht: Steter Tropfen höhlt den Stein.

So ist uns aufgefallen, dass das Kolleg nach außen hin eine große Wirkung auf Menschen hat, ob das nun neue Schüler, unser Eltern oder sonstige Personen sind. Allein schon der Bau des Klosters, die pädagogische Konzeption des Internates und die einzigartigen Innovationen, wie zum Beispiel die Euroklasse und das Chinaprojekt, imponieren und überzeugen. Auch wir haben von diesen Projekten profitiert und halten sie für sehr unterstützenswert. Dennoch sind wir auch der Meinung, dass gerade das Chinaprojekt einen zu hohen Stellenwert eingenommen hat. Zwar ist es gut, eine Partnerschule in China zu haben, doch sollte zuerst der Kontakt zu Partnerschulen im europäischen Ausland mehr unterstützt und intensiviert werden, so dass ein Austausch in der Mittelstufe obligatorisch wird. Übertrieben finden wir auch den Werbeaufwand, der um dieses Projekt nach außen hin gemacht wird. So entsteht bei der Schülerschaft das Gefühl, dass ihre Interessen in den Hintergrund treten und dass das Hauptaugenmerk nur auf der guten Repräsentation des Kollegs liegt.

In den letzten Jahren wurde auch verstärkt die Diskussion über das schwindende Engagement der Schüler geführt. Dies liegt nicht nur an dem mangelnden Interesse der Schüler, sondern sicherlich auch an den Schwierigkeiten, denen Schüler entgegensehen, wenn sie versuchen, neue Ideen in die Tat umzusetzen. So werden Eigeninitiativen meistens schon im Ansatz abgewürgt, da in der Zeit schon andere Arbeitsgemeinschaften tätig sind oder Pflichtzeiten (Studierzeit) diese neuen Ideen nicht erlauben. Unserer Meinung nach sollten bei diesen Versuchen, Neues am Kolleg zu schaffen, mehr Ausnahmen gemacht werden. Trotz der langen Tradition sollte man noch öfter über seinen eigenen Schatten springen können. Wir sind der Meinung, dass unser Kolleg den einzelnen Schüler mit seinen Fähigkeiten und Begabungen noch mehr fördern und unterstützen sollte.

Eine sehr positive Erneuerung ist die Einrichtung der Computerräume in der Schule und in den Internatsbereichen. Es wäre begrüßenswert, wenn diese neu geschaffenen Möglichkeiten in der Unter- und Mittelstufe mehr in den Unterricht einbezogen würden. Doch sollte diese Initiative weiter unterstützt werden, eine Verbindung zum Internet muss so schnell wie möglich eingerichtet werden, dass die Schüler den für die Zukunft wichtigen Umgang mit dem neuen Medium nicht verpassen. Ebenfalls erachten wir es für sehr gut, interessante und informative Bildungsforen am Kolleg abzuhalten. Uns wurden dadurch teilweise völlig neue Perspektiven eröffnet.

Diese Arten der zusätzlichen Vermittlung sind für die Erweiterung des Bildungshorizontes ungemein wichtig. Denn gerade solche nebenschulischen Aktivitäten sind eine Besonderheit des Kollegs, auf denen man sich nicht ausruhen darf, sondern die ständig weitergeführt und ausgebaut werden müssen.

Was wir als Abiturjahrgang 1998 jedoch sehr bedauern, ist, dass uns, nach den umstrittenen Erfahrungen mit unseren Vorgängern, die Abiturgestaltung von Anfang an eingeschränkt wurde. Trotz der Bereitschaft zur Kooperation, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, wurden wir abgewiesen. Es wurde uns nicht einmal die Chance gegeben, unsere Absichten der Kollegsleitung von vornherein darzulegen. Dies ist leider ein Indiz dafür, dass die Kommunikation zwischen Schülern und Leitung gar nicht existiert und vielleicht sogar vermieden wird.

Das Kolleg hat gute Ansätze wie z.B. den gemeinsamen Patresabend, aber die Kommunikation bleibt trotzdem auf einem Minimum, da diese Gelegenheiten leider eine Rarität sind. Die Kollegsgemeinschaft sollte, gerade auch im kleinen Rahmen, zueinander finden, damit die Lehrer/Erzieher und vor allem die scheinbar unantastbare Leitung zugänglich wird.

Mit Dankbarkeit und Freude wollen wir auch sagen, dass es eine ganze Reihe Personen gibt, die sich selbst in Ihrer Freizeit außerordentlich für uns und die übrige Schülerschaft engagiert und bemüht haben. Sie haben uns stets ein Gefühl von Fürsorge und persönlicher Geborgenheit gegeben.

Wir danken allen Lehrern für ihre geduldige und ausdauernde Hingabe, uns zu diesem lang ersehnten Ziel begleitet zu haben.

Wir danken den Erzieherinnen und Erziehern für die für sie bestimmt nicht leichte Zeit, alles unter Dach und Fach zu halten, und vor allem das Gruppenleben und die feste Gruppengemeinschaft bestärkt zu haben .

Wir danken dem Personal für die oft ungeachtete Anstrengung, die uns das Leben am Kolleg doch sehr angenehm gemacht hat.

Wir danken auch den Mitschülern für die schöne und lustige Zeit, die wir mit ihnen erlebt haben.

Zuletzt möchten wir vor allem unseren lieben Eltern danken, dass wir diese wertvolle, wunderschöne und unvergessliche Zeit hier am Kolleg verbringen durften.

 

 
 
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